Hidden Champions

Heinz-Jörg Ebert

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Lesezeit ca. 17 Minuten

Wie kommt der stationäre Handel ins digitale Zeitalter? Heinz-Jörg Ebert kennt die Antwort!

Zwischen Showbusiness und Schuhbusiness

Bei The Hidden Champion hatten wir schon einige Geschäftsführer zu Gast. Aber einen Geschäftsführer, der einmal fast professioneller Opernsänger geworden wäre? Das war auch für uns eine Premiere. Heinz-Jörg Ebert stand mit 18 Jahren vor der Entscheidung, ob er lieber ein Engagement für eine Jazz-Oper-inszenierung eines international renommierten Regisseurs annimmt und mit Weltstars auf der Bühne stehen wird oder ob er an dem fraglichen Wochenende lieber ein Seminar für Schuhhändler organisiert. Warum er sich dafür entschieden hat, den Familienbetrieb in dritter Generation zu übernehmen und was seine Kindheit damit zu tun hat, hat er uns im Interview verraten.

Heinz-Jörg Ebert war es nicht in die Wiege gelegt, einmal den elterlichen Betrieb, das traditionsreiche Schuhhaus Darré in Gießen zu übernehmen. Seine Eltern haben ihn nie in diese Richtung gedrängt. Genau darum bereut er auch nicht, dass er doch kein Opernsänger geworden ist. So konnte sich sein eigener Wertekompass entwickeln, der ihn auch bei der Führung seines Unternehmens antreibt. Sich selbst sieht er dabei mehr als Ideengeber, dann als Chef – und Ideen hat er wahrlich genug. In seinem Schuhhaus werden nicht nur Schuhe verkauf, es soll den Menschen auch Freude bringen. dazu legt sich Heinz-Jörg mit seinen Mitarbeitern ganz schön ins Zeug. Die gesamte Herrenabteilung kann in nur 20 Minuten zum Veranstaltungssaal umgebaut werden. Das ist für Ihn nicht einfach nur ein PR-Gag um Kunden anzulocken, sondern er meint es ehrlich mit seiner Überzeugung: „Mit Fröhlichkeit und einem Lächeln auf den Lippen kommt man durchs Leben.“

Durchs Geschäftsleben kommt Heinz-Jörg Ebert aber auch mit seinem neuen Onlineshop. Beim Thema Digitalisierung ist er schon 15 Jahre ganz vorne mit dabei, denn auch für jemand, der aus dem stationären Handel kommt ist klar: The Schuh must go on!

Interview mit Heinz-Jörg Ebert

Johannes: Hallo, mein Name ist Johannes Wosilat von The Hidden Champion und heute bin ich bei Heinz-Jörg Ebert vom Schuhhaus Darré. Heinz-Jörg ist Inhaber und Geschäftsführer und leitet das Unternehmen jetzt in der dritten Generation. Das Schuhhaus wurde 1933 gegründet und hat seitdem bis heute sehr, sehr viel erlebt – von der Zerbombung 1944 über das Hochwasser 2018 bis zum Wandel von Offline- zu Onlinehandel. darum wird es heute auch ein wenig gehen – hoffe ich! (lacht) Herzlich willkommen und sehr schön, dass ich heute bei Dir im Haus sein darf.

Heinz-Jörg: Ich freu mich! Herzlich willkommen!

Johannes: Was war der beste Rat, den Du je bekommen hast?

Heinz-Jörg: Ich war vor vielen, vielen Jahren – es war Ende der 80er Jahre – auf einem Seminar, dem Block am Mondsee – traumhafte Kulisse. Es ging über fünf Tage mit einer sehr intensiven Selbstbeschäftigung. Es war ein unglaubliches Seminar, aber ein Spruch, der überall an der Wand hing, der ist mir bis heute in Erinnerung. Ich habe ihn auch damals kopiert, der hängt in der Originalfassung auch bei mir, der hat mich bis heute geprägt. Der kam von Mildred Scheel, kurz bevor sie damals gegen den Krebs unterlag und der hieß: „Kinder, lebt jede Minute, wirklich jede Minute, verdammt noch mal!“ – Ausrufezeichen. Das ist die Botschaft, die ich so in mir trage.

Johannes: Was war denn Deine wichtigste Entscheidung?

Heinz-Jörg: Ich glaube grundsätzlich – und das war vorgegeben durch meine Eltern –, dass sie mir viele Freiheiten gelassen haben, dass sie meine Talente, dass sie meine Leidenschaften erkannt haben und mich in der Richtung haben auch entwickeln lassen. Das war die Basis. Entgegen nahezu alle Schuhhändlerfamilien, die dann eine klassische Schuhhändlerausbildung, Kaufmann und so weiter gemacht haben, bin ich in einen anderen Weg gegangen: Ich habe Kommunikation studiert, ich habe mich der Musik hingegeben. Ich habe dann die fantastischen Verknüpfungspunkte zwischen Schuhbusiness und Showbusiness erkannt und durfte mich in diese Richtung entwickeln. Ich hatte seinerzeit, mit Achtzehn, mal eine vertragliche Vorlage bekommen von George Gruntz im Lurgrotten-Gral, einer Jazz-Oper, eine der tragenden Rollen zu singen. Sheila Jordan war die weibliche Hauptrolle, Bobby McFerrin – Don’t Worry, Be Happy – kommt ja aus der Klassik und war die männliche Hauptrolle. Ich sollte Sir Galahad singen und damals musste ich mich aufgrund von Terminkonflikten entscheiden: Nehme ich dieses Engagement, diese einmalige Gelegenheit wahr, oder nehme ich ein Seminar für Schuhhändler wahr, bei dem ich selber Veranstalter war? Das hat mich Nächte Tränen ins Kissen gekostet und letztendlich habe ich mich für die Schuhbranche …

Johannes: Nein! (lacht)

Heinz-Jörg: Ja, für die Schuhbranche entschieden. Was eine irre gute Entscheidung war, denn die Musik ist prägend für mein Leben, aber ich mache sie mit der Leidenschaft, ohne jeglichen Zwang, ohne irgendwelche Verpflichtungen, sondern so wie ich wirklich Lust darauf habe. Business ist die andere Basis, die ich genauso mit Freude mache, aber die Entscheidung war sehr richtig, genau diesen Weg zu gehen.

Johannes: Wenn das sehr richtig war, was war dann Dein größter Fehler?

Heinz-Jörg: Och, ich habe eine ganze Menge großer Fehler und da sind auch größte dabei, die ich gar nicht definieren kann, aber die behalte ich mal lieber für mich! (lacht)

Johannes: Okay. Und kleinere?

Heinz-Jörg: Die behalte ich erst recht für mich!

Johannes: (lacht) Okay, also Fehler sind da, aber Du hakst sie ab?

Heinz-Jörg: Fehler sind da – an denen lerne ich, an denen wachse ich, ich hak sie ab und bemühe mich sehr, sie nicht nochmal zu machen.

Johannes: Was würdest Du heute anders als vor fünf Jahren machen?

Heinz-Jörg: Ich glaube, nichts. Ich bin eigentlich sehr glücklich in der Art und Weise, wie sich alles entwickelt. Innerhalb der letzten fünf Jahre waren so Dinge wie die Pandemie oder das Hochwasser, daS du vorhin erwähnt hast. Ich glaube, wir haben alles sehr, sehr gut gemanagt. Der Weg, den ich gegangen bin und den wir jetzt gerade gehen, ist genau der richtige, der passt.

Johannes: Was macht für Dich eigentlich einen ‚Hidden Champion‘ aus?

Heinz-Jörg: Ich glaube, ein ‚Hidden Champion‘, der mit Leidenschaft eine Vision, eine Idee entwickelt hat und diese verfolgt und andere mitreißt, kann Erfolg gar nicht verhindern.

Johannes: Wie kommt man durchs Leben?

Heinz-Jörg: Ich würde sagen: Mit Fröhlichkeit und einem Lächeln auf den Lippen. Ich hatte vorhin schon von Visionen gesprochen, ich hatte von Werten gesprochen und ich hatte von diesem Blockseminar gesprochen, das ich Ende der 80er gemacht habe, da war ich noch keine Zwanzig. Da haben sich Werte herauskristallisiert und an denen orientiere ich mich unangefochten bis heute, die haben nichts an ihrer Kraft verloren – im Gegenteil, sie sind durch Dinge wie ‚Insides‘, was wir vor kurzem mit Pia Meier machen durften, noch mal bestätigt worden. Ich glaube, einen klaren Kompass zu haben ist das Wesentliche und wenn man das noch mit Leidenschaft und Freude begleitet, weil es einem Spaß macht, ist das ein ganz gutes Rezept.

Johannes: Welche Werte hast Du mitgenommen aus diesem Seminar, die jetzt als Kompass für Dich wichtig sind?

Heinz-Jörg: Interessanterweise war ich damals sehr, sehr stark auf Gesundheit fokussiert, aber solange man gesund ist, rennt man dem gar nicht so intensiv hinterher. Jetzt, so mit 60, denke ich da schon wieder ein bisschen anders nach. Aber Begeisterungsfähigkeit ist, glaube ich, eine meiner ausgeprägtesten Stärken und auch Werte, die damit zusammenhängen, wie Freude schenken, die sind fester Bestandteil meines Lebens.

Johannes: Wie bist Du denn der Mensch geworden, den Du heute bist?

Heinz-Jörg: Das hat viel mit meinen Eltern zu tun. Meine Eltern haben mir damals Freiheit gelassen, Freiheit für jede Entscheidung, Freiheit, mein Leben so anzugehen und Entscheidungen so zu treffen, wie ich sie dann auch entschieden habe. Ich hatte vorhin erzählt, von dieser „Gehst du in das Schuhbusiness oder in das Showbusiness?“-Geschichte. Ich habe meinen Vater um Hilfe gefragt, da habe ich gesagt: „Du musst mir helfen, ich muss diese Entscheidung treffen.“ Er hat zu mir gesagt: „Ich werde alles tun, ich unterstütze Dich in allem, was Du entscheidest, aber ich werde diese Entscheidung nicht abnehmen, die musst Du selber treffen.“

Johannes: Du hast ihn verflucht, oder?

Heinz-Jörg: Ja, in dem Moment schon. Ich hatte mir die Abnahme eine Entscheidung erhofft und sehr, sehr schnell im Nachgang habe ich gemerkt: Gott sei Dank hat er es nicht gemacht, denn wäre irgendwas schief gegangen, ich hätte jemanden gehabt, dem ich die Schuld zugeschoben hätte. Die Verantwortung trage ich allein.

Johannes: Spannend. Obwohl natürlich die Erfahrung, Bobby McFerrin kennengelernt zu haben…

Heinz-Jörg: Ich hatte ihn ja kennengelernt.

Johannes: Ah, Du hattest ihn kennengelernt?

Heinz-Jörg: Wir haben Seminare und Ausbildung miteinander gemacht, daher kam auch dieser Kontakt zustande. Also das nimmt mir keiner, mit solchen Leuten auf der Bühne gestanden zu haben, aber eine Lurgrotte, das ist der steirische Herbst, ist das Medienereignis in Österreich schlechthin gewesen und dann unter einem Komponisten wie George Gruntz – das wäre schon eine andere Hausnummer gewesen, weil es garantiert den ersten Schritt in die professionelle Musik dargestellt hätte.

Johannes: Die Du ja heute auch noch machst, oder?

Heinz-Jörg: Ich mache heute Musik, professionell insofern nicht, als dass ich nicht davon lebe, aber wir haben vor 15 Jahren eine Stiftung, gegründet, die eng mit unserer kleinen Formation, den drei Stimmen, zusammenhing. Für die engagieren wir uns in vier Bereichen: Das war seinerzeit – das war auch der Grund, um die Stiftung zu gründen – die Tsunami-Katastrophe in Südostasien. Da haben wir ein Waisenheim mitaufgebaut, in dem die jungen Menschen – die natürlich heute nicht mehr aus der Tsunami-Katastrophe stammten, stammen, sondern die aus anderen Gründen Waisen sind – zu Mittag essen und die spielen dort miteinander. Da sind wir sehr stolz darauf. Das andere ist die evangelische Behindertenseelsorge, wo wir Freizeiten für junge Menschen, aber auch für Senioren, anbieten, Autos stellen und lauter solche Dinge. Das Interessante daran ist: junge Behinderte gibt es ja schon immer – ältere Behinderte gibt es in Deutschland so gut wie überhaupt nicht, weil Hitler seinerzeit ja in seiner Machtfülle, die er hatte, die ganz massiv ausgerottet hatte und damit gab es eigentlich erst nach 60 Jahren die ersten Senioren, die auch eine Behinderung haben, nämlich die, die nach dem Hitlerregime geboren wurden. Das Engagement eines heimischen Pfarrers unterstützen wir sehr stark. Das dritte ist die heute immer wichtiger werdende Palliativmedizin. Und wir haben als vierte Säule ein Forschungsprojekt angestoßen, das die Hintergründe, die Wurzeln der Duchenne-Muskeldystrophie erforscht: Das ist eine Krankheit, die insbesondere bei Jungs auftritt und in der Regel eine Lebenserwartung von etwa 25 Jahren zulässt. Wir hatten bei der Betreuung von Behinderten-Freizeiten ganz lieb gewonnene Jungs dabei, die mittlerweile verstorben sind, einer sogar auf einer solchen Freiheit – das prägt ziemlich. Für die machen wir Musik und wir haben mittlerweile weit über eine Million Euro, wir drei Hansels, eingesungen – das füllt aus.

Johannes: Cool. Wenn Du sagst: „Drei Hansels“ – Wer ist das?

Heinz-Jörg: Naja, „Hansels“ ist vielleicht despektierlich meine lieben Kollegen gegenüber! Das ist Ingi Fett, eine so liebe und leidenschaftlich der Musik verhaftete Sängerin und Tom Pfeifer, ein gestandener Unternehmer, der ähnlich wie ich auch als zweite Lebenssäule die Musik für sich entdeckt hat. Wir haben großartige Dinge miteinander gemacht: Wir haben vor Bundespräsidenten, vor Bundeskanzlern, vor Ministerpräsidenten gesungen, doch am liebsten für die Leute, die hier so um uns herum fleuchen. Wir haben Touren in Kanada gestaltet, also es ist eine tolle Formation, die auch freundschaftlich sehr, sehr eng miteinander verbunden ist.

Johannes: Jetzt mal zu Dir und Deinem Unternehmen: Wie führst Du denn Dein Unternehmen?

Heinz-Jörg: Ich habe eine großartige Mannschaft: Wir sind 44 Leute, hier in einem einzigen Haus, in einem Stand-alone. Das ist relativ selten für Schuhhäuser, das ist so ein bisschen die Platzhirsch-Philosophie. Und das Führen eines solchen Hauses hängt eng damit zusammen, wie man mit Menschen umgeht. Die Führungspersönlichkeit – in dem Fall, Du hast mich angesprochen – wächst auch mit der Zeit: Da verändern sich Gedankengänge, da verändert sich die Art und Weise, wie man miteinander umgeht. Wir haben mittlerweile eine Duz-Kultur hier im Haus, wir geben sehr, sehr viel Freiheit, sehr viel Verantwortung. Wir kommunizieren extrem viel miteinander, um die Dinge ins Rollen zu bringen. Gerade die letzte Phase, die Pandemie, hat gezeigt, wie wichtig dieses Miteinander ist. Wir whatsappen miteinander, um Informationen auszutauschen. Ich kann mich auf meine Mannschaft super, super verlassen, und das spüren sie auch und ich habe Spaß mit denen und die haben Spaß mit mir – ich glaube, das ist der Schlüssel.

Johannes: Das Vertrauen?

Heinz-Jörg: Spaß. Spaß ist der Schlüssel, Vertrauen ist der Schlüssel. Kommunikation ist die Basis!

Johannes: Bist Du stolz darauf, was Du erreicht hast?

Heinz-Jörg: Extrem! Ich habe ja vorhin schon gesagt, dass ich die Freiheiten hatte, mir meine Wege auszusuchen und jeder Schritt, den ich gemacht habe, war mit irgendeinem Projekt, mit irgendeiner Idee verbunden. Ich bin keiner, der das regelmäßige Doing favorisiert. Da habe ich Topleute an allen Ecken und Enden, die diese Dinge vorantreiben und sicherstellen. Ich bin eher der Ideenfinder, der manchmal Überfordernde: „Da wollen wir hin, das ist ein guter Ansatz, hier kommen wir weiter.“ Wenn ich dann noch in der Lage bin – und oftmals bin ich das – die Menschen dafür zu begeistern, mitzuziehen und dann was Gutes dabei rauskommt, ist das Anlass, stolz zu sein.

Johannes: Hast Du ein Beispiel, was Du angestoßen hast und wo Du Deine Begeisterung brauchtest, um dafür zu sorgen, dass alle mitziehen?

Heinz-Jörg: Ach, da gibt es ganz, ganz viele Beispiele. Eins ist vielleicht: Wir sitzen ja hier in Räumlichkeiten, die unsere Herrenabteilung auf 300 Quadratmetern darstellen: Diese Herrenabteilung ist nicht nur dem Schuhverkauf gewidmet, sondern primär – und da sind wir wieder beim Thema Spaß – der Idee, Menschen Freude zu schenken. Wir haben da vorne eine drei Meter fünfzig mal vier Meter große Leinwand, die von einem Beamer bespielt wird. Wenn wir eine Veranstaltung – und wir machen viele Veranstaltungen – am Abend haben, ist das ganze Inventar innerhalb von 20 Minuten aus dem Verkaufsraum gerollt. Das sieht alles sehr schwer und mächtig aus, ist es aber nicht, es ist verschwunden. Dann kommen aus einem Stuhllager 120 bis 200 Stühle, dann ist eine kleine Bühne sofort aufgebaut: Klack, klack, klack, steht das – Leinwand, Hintergrundbild und die technische Beschallung aufgebaut und dann geht’s los: Von Modeinformationen, die anschließend in einen schönen Verkaufsabend, einen Mädelsabend münden, mit Musikveranstaltungen, mit Kunstveranstaltungen, ein Ministerpräsident, der hier steht und uns etwas erzählt. Also wir haben hier alles schon gehabt: Henni Nachtsheim von Badesalz, Madame Nathalie aus der Harald-Schmidt-Show: „Was prickelt so schön in die Bauchnabel?“ Wir hatten Eva Briegel von der Band Juli: Geile Zeit, Perfekte Welle, alle die hatten wir hier schon auf der Darré-Bühne stehen, oder beispielsweise Lilo Wanders – also wir haben hier schon viel Freude schenken können.

Johannes: Okay, und das war Deine Idee, das zu initiieren?

Heinz-Jörg: Meine Idee war es das zu initiieren, weil ich auch eine Leidenschaft dafür habe, aber die Umsetzung war: Wie schaffen wir eine Infrastruktur, die es uns ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit ein Ambiente zu schaffen, das uns im Verkauf nicht beeinträchtigt, aber eine Veranstaltung trotzdem früh anlaufen lässt? Das war die Herausforderung, innerhalb einer halben Stunde die komplette Infrastruktur für eine völlig neue Welt stehen zu haben und das an mehreren Abenden in der Saison und dann Mitarbeiter zu finden, die sagen: „Ja, das ist eine gute Idee. Erstens: Wir stehen dahinter. Zweitens: Wir setzen die Infrastruktur mal mit Dir um und Drittens: Wir setzen diese Abende mit Dir um.“ Ich habe immer Wartelisten unserer Leute, wenn es darum geht, so einen Abend mit zu begleiten, denn die Caterer an diesem Abend, die den Prosecco ausschenken, das sind natürlich unsere eigenen Leute und das macht Spaß, das spürt hier auch jeder.

Johannes: Was sagen denn Deine Mitarbeiter über Dich?

Heinz-Jörg: Ja, wir haben neulich mal gefragt: „Was denkst Du denn, was fällt Dir spontan ein, wenn Du an Deinen Chef denkst?“ Und die haben gesagt: „Er ist unsere Energiequelle.“ Das ist eigentlich ganz schönes Lob. Lasst mich die Tanksäule sein, an der man die Energie tanken kann, für das Fortbestehen, die Weiterentwicklung des Unternehmens, aber auch das Miteinander.

Johannes: Was machst Du, um Deine Energie selbst wieder aufzufüllen?

Heinz-Jörg: Das ist interessant; man vermutet immer, weil ich so oft auf der Bühne stehe, dass ich einer bin, der permanent Remmidemmi um sich braucht, aber so ist das nicht. Ich kann meine Energie auftanken, wenn ich durch die Berge gehe, wenn ich stundenlang an der Nordsee am Strand sitze und in die Weite des Meeres gucke. Ich brauch die Natur, ich brauche auch die Ruhe, ich brauche auch die Zeit für mich und diese Naturverbundenheit, sowohl im Norden als auch im Süden Deutschlands. Das teile ich mit meiner Frau und damit hat man natürlich auch die Familie an der Seite, die genau diese Phasen miteinander verbringt und auch Freude daran hat und das ist ein unglaublicher Energiequell. Und natürlich die Musik: Wenn ich am Flügel sitze oder wenn ich singe, das ist Energiespender pur.

Johannes: Wir hatten vorhin das- das Thema Dritte Generation. Was hat sich hier verändert, seit Du das Unternehmen vor 30 Jahren übernommen hast? Also deine Eltern haben ja alles nach dem Krieg wiederaufgebaut?

Heinz-Jörg: Nein, nein. Fangen wir mal mit meinen Großeltern an. Meine Großeltern haben das Unternehmen gegründet. Haben es in den wenigen Jahren bis zur Totalzerbombung am Nikolaustag 1944 geführt. Meine Mutter saß hier unten im Keller, als das Lebenswerk meiner Großeltern über ihr zusammenbrach. Dann wurde das Ganze in einer Kraftaktleistung, wie es viele nach dem Krieg gab, wiederaufgebaut, mit all dem Mut, mit all der Leidenschaft. Anfang der 60er Jahre kam mein Vater, ein Rheinländer, eine Frohnatur –ich habe wahrscheinlich ein bisschen was von ihm abgekriegt – und hat das Unternehmen mit meiner Mutter zusammen eigentlich zu dem Platzhirsch gemacht, den es heute gibt. Das waren die Wirtschaftswunderjahre. Aber die haben angesagte Marken gesammelt, haben das Niveau dieses Hauses nach oben gepusht, haben das Haus wirklich zu dem gemacht, das in der Republik zur Kenntnis genommen wurde. Das Schuhhaus Darré war schon ein Stand-alone besonderer Güte. Dann kamen die 70er, 80er Jahre, wo es eher in Richtung Emotionalisierung ging, wir haben es immer abgelehnt, der Leidenschaft eines Filialisten zu folgen. Wir sind keine Filialisten, auch wenn wir mal einen kleinen Ableger gehabt haben, wir stehen für dieses Haus mit unserer ganzen Persönlichkeit und unserer Lust, es zu gestalten. Und dann fing das an: Emotionalisierung im Sinne von solchen Abenden, von denen ich gerade gesprochen habe. Wir haben uns sehr eng mit der Stadt verbunden gefühlt, das heißt, wir haben Verantwortung für die Stadtentwicklung übernommen – bis heute. Ich glaube, wir sind maßgeblich daran beteiligt, dass, die Stadt Gießen, die Innenstadt von Gießen, sich so entwickelt, wie sie sich gerade entwickelt. Ja, und dann kam natürlich das Thema Digitalisierung, auch da hat sich viel verändert. Also gerade – das weiß jeder – in den letzten Jahren ist der Veränderungsprozess der Dinge, die man neu denken muss, gewaltig in der Schlagzahl gestiegen.

Johannes: Wie bewerkstelligst Du das Thema Offline- zu Onlinehandel?

Heinz-Jörg: Das kam ja nicht von ungefähr, das hat uns jetzt nicht überrascht: „Huch, hier ist die Digitalisierung.“ Wir sind in einer Einkaufsvereinigung, die sehr frühzeitig immer wieder darauf hingewiesen hat: „Lieber Schuhhändler, lieber klassischer Schuhhhändler, der ja eigentlich nicht den großen Ansatz hat, die dicken Innovationen nach vorne zu holen, pass auf, es kommt die Digitalisierung. Es wird sich etwas verändern im stationären Handel, setz mit auf das Pferd.“ Das haben die gebetsmühlenartig von sich gegeben, schon vor 15 Jahren und wir waren immer hellhörig und haben aufgepasst, dass wir den Zug nicht verpassen, von daher hat sich das alles Stück für Stück entwickelt. Mittlerweile stehen wir kurz vor der Öffnung des eigenen Onlineshops, während wir uns vor kurzem – oder nach wie vor – auch noch zweier Plattformen bedient haben, die sich aus vielen Lägern von Schuhhändlern bedient haben. Aber wie das so ist, Plattformen sind diejenigen, die das Geld verdienen und der Schuhhändler, der die Ware liefert, muss unterm Strich mal schauen: „Was bleibt übrig?“ Der hat ein bisschen das Nachsehen. Da sind wir in der Prozessoptimierung, da sind wir der Rendite-Optimierung ganz gut vorne und einer der Mosaiksteine wird auch der eigene Online-Shop sein. Also dieser ganze Prozess verfolgt uns seit 15 Jahren und ich glaube, wir gehen den ganz gut mit. In der Verwaltung sind wir mittlerweile sehr, sehr stark digitalisiert, alle Lohnabrechnungen, alles läuft über DATEV online und ähnliche Dinge.

Johannes: Wann wird der Online-Shop kommen?

Heinz-Jörg: Ich schätze zum Start der Saison und der Start der Saison ist Anfang März.

Johannes: Okay. Arbeitest Du schon lange daran?

Heinz-Jörg: Seit zwei Jahren verfestigt sich die Idee. Dann kam, durch Corona natürlich auch, ein Anschub vonseiten des Staates, der Digitalisierungspauschalen zur Verfügung gestellt hat. Das alles haben wir genutzt, um in diesem Prozess, den wir schon vorgedacht haben, auch in der Umsetzung weiterzukommen. Von heute auf morgen geht es nicht, aber solche Gelegenheiten wie die Förderprogramme, die es gerade überall gibt, die zu nutzen und dann auch ein bisschen die Ärmel hochzukrempeln und Gas zu geben, ist schon cool.

Johannes: Du hattest mir vorhin gesagt, als Du mir eine kleine Führung gegeben, wie viele Pakete an einer Stelle im Jahr durchgeschleust werden – das waren 70.000, die du genannt hast. Wenn ihr in die Digitalisierung geht, werden wahrscheinlich diese Päckchen auch mehr, oder?

Heinz-Jörg: Wahrscheinlich wird, ob wir in die Digitalisierung gehen oder nicht, einfach dieser Prozess, den wir momentan haben, weitergehen: Wir werden im stationären Handel verlieren – das ist einfach so und man muss Kompensationsansätze finden. Und die Kompensation ist mit Sicherheit, gut gemachte Online-Philosophien nach vorne zu bringen. Wir wollen unseren Online-Verkauf im eigenen Shop auch etwas emotionalisierter gestalten als nur: Zack, Schuh rein, Paket zu, Band drüber, Adresse drauf und auf Wiedersehen. Wir werden uns was einfallen lassen, damit es Freude macht, so ein Darré-Paket auszupacken. Oder. Wir haben uns schon etwas einfallen lassen, aber es ist zu früh, darüber zu sprechen.

Johannes: Oh, da bin ich aber gespannt! Das heißt, meine nächsten ‚On‘-Schuhe werde ich bei Dir bestellen?

Heinz-Jörg: Unbedingt! Also Du trägst auch einen – ich trage auch einen.

Johannes: Bist Du mutig?

Heinz-Jörg: Ach, was heißt mutig? Ich glaube, meine Großeltern waren sehr mutig, nachdem sie hier nur in Schutt und Trümmern standen, die Kraft aufzuwenden, sowas neu aufzubauen. Ich glaube, meine Eltern waren sehr, sehr mutig, als sie das Haus in eine völlig neues Philosophie mit einer hohen Investition – auch baulichen Investitionen – getrieben haben. Ich bin eher leidenschaftlich, wenn ich Dinge entdecke, die mir Freude machen. Da bedarf es dann auch keines Muts, das wird dann umgesetzt, aber es basiert ja auf einem gestandenen Unternehmen. Von daher schätze ich zumindest den Begriff Mut bei meinen Großeltern und Eltern wesentlich höher ein.

Johannes: Hast Du einen Held in der Wirklichkeit?

Heinz-Jörg: Nein. Es gibt Mentoren aus dem wirklichen Leben, die mich prägen, aber in unterschiedlichen Eigenschaften. Ich habe auf meinem Handy elf Bilder von Menschen, Damen und Herren, die mich massiv prägen oder geprägt haben. Mildred Scheel, von der ich vorhin erzählt habe, ist eine davon, obwohl ich sie nie kennengelernt habe, aber allein dieser Satz, den sie gesagt hat, berührt mich sehr. Andere, mit denen habe ich mich mein Leben lang beschäftigt und sie treiben mich und sie inspirieren mich. Davon gibt es elf und wenn ich mal ein bisschen am Sinnieren bin und am Neuorientieren, dann blättere ich da mal durch. Was würde der sagen? Was würde der hierzu sagen? Wie würde er genießen? Wie würde die das Miteinander prägen? Das sind dann im Hinterkopf gehörte Botschaften, die ich mir zu Herzen nehme und an denen ich mich auch orientiere. Das sind dann viele, viele, viele kleine Helden.

Johannes: Mentoren?

Heinz-Jörg: Mentoren auf unterschiedlichen Eigenschaften, ja. Also es gibt keinen, der jetzt alles das, was ich für gutheiße, in sich verankert. Aber es gibt viele Dinge, an denen ich mich orientiere, die einer von denen besonders ausgeprägt verkörpert.

Johannes: Hast du einen Mentor, der in deiner Nähe ist, zu dem Du immer wieder gehst, einen Austausch hast, oder ihm Fragen stellst, über das, was Du vorhast? Oder hattest Du das in der Vergangenheit gehabt?

Heinz-Jörg: Ich hatte immer wieder Menschen, die für bestimmte Situationen die Eigenschaft des Mentors perfekt verwirklicht haben. Also es kann sein, dass ich mich je nach Situation an andere gewandt habe, aber das ist unterschiedlich.

Johannes: Gibt es schon immer etwas, was Du noch nie gemacht hast, aber noch gerne machen würdest?

Heinz-Jörg: Ja, unbedingt! Ich habe ja vorhin von der Naturverbundenheit erzählt, und meine Frau, und ich, uns verbindet dieses Kennenlernen mit einem Nordkap-Gläschen: Wir hhaben so einen Schnaps getrunken und haben dadurch auch festgestellt, dass das Nordkap schon mal so was wäre, wo man gemeinsam hinkönnte? Mit dem Nordkap verbind ich allerdings auch die Gedanken an die Fjorde von Norwegen oder überhaupt die skandinavischen Länder, die ich noch nie besucht habe. Das wäre so etwas.

Johannes: Die Nordlichter?

Heinz-Jörg: Die Nordlichter. Ich bin jetzt, im April mit meiner Familie auf Island Familie und vielleicht haben wir ja Glück und sehen Nordlichter: Wir werden 14 Tage unterwegs sein. Wir starten in Reykjavik und kommen auch nach Reykjavik zurück, aber dazwischen gehen wir von Station zu Station, um die Schönheiten, um diese brachiale Natur dieses Landes kennenzulernen.

Johannes: Dann habe ich ein paar Tipps für Dich.

Heinz-Jörg: Oh, das ist herrlich!

Johannes: Island lohnt sich definitiv, aber warm einpacken!

Heinz-Jörg: Das haben wir schon gehört.

Johannes: Wir sind im Hochsommer hier losgefahren und…

Heinz-Jörg: … Du hast gefroren?

Johannes: Ich im T-Shirt da oben an – es waren acht Grad und dann dachte ich: „Ach, da war was – jetzt erstmal warme Klamotten kaufen.“ (lacht) Also ich war wirklich überhaupt nicht vorbereitet.

Heinz-Jörg: Also das sind wir, weil wir das immer wieder gehört haben.

Johannes: Aber noch zu einem anderen Thema: Kannst Du weinen oder in erinnerst Du Dich an eine Situation, in der Du geweint hast?

Heinz-Jörg: Ich bin ein Emotionalist. Ich kann wegen den geringsten Anlässen weinen. Ich halte hier manchmal Reden und fange mitten in meiner eigenen Rede an zu weinen, weil ich selbst davon so berührt bin, was wir da gerade thematisieren. Ja, das kann ich sehr ausgeprägt. Ich glaube, das letzte Mal, da ich geweint habe, war am Sonntag, bei Rosamunde Pilcher (lacht). Also, ich bin da nah am Wasser und das ist ein wunderbares Ventil, auch Emotionen ohne Schamesröte loszuwerden. Aber ich kann auch lachen, und zwar sehr herzlich. (lacht)

Johannes: Was ist so Deine schönste Erinnerung?

Heinz-Jörg: Das kann ich Dir nicht sagen. Denn, ich will fast sagen, ich bin ein bisschen ein Glückskind. Ich habe so viele schöne Erinnerungen, da kann ich keine besondere herausheben. Es gibt immer wieder Situationen, wo ich an schöne Erinnerungen denke. Die sind aber unterschiedlich, weil die Situationen unterschiedlich sind, aber da fällt mir ein: Mensch: Damals, das und das. Also das Leben, diese letzten 60 Jahre, die sind gepflastert von schönen Erinnerungen.

Johannes: Womit hast Du Dein erstes Geld verdient? Hier im Schuhhaus wahrscheinlich?

Heinz-Jörg: Nee, mein erstes Geld verdient habe ich irgendwie mit Fünf oder mit Sechs oder irgend sowas, indem ich an der Ostsee in Dahme bemalte Kieselsteine auf der Strandpromenade verkauft habe.

Johannes: Nee?

Heinz-Jörg: Ja! Wir waren in Dahme. Im Sommer waren wir immer in Dahme im Sommerurlaub und im Winter waren wir immer in Berchtesgaden zum Skifahren. Diese Kontinuität, die habe ich übrigens beibehalten: Auch ich habe meine festen Orte, wo ich im Sommer und wo ich im Herbst und wo ich im Winter bin. Aber diese Kieselsteine: Ich hatte in meinem Abitur Kunst Leistung. Eigentlich war meine Passion Malerei, und irgendwann hat ein Musiklehrer meine Stimme entdeckt und hat mich gefördert, deshalb ist zumindest in der Kunst das Ganze von der gestalterisch-malerischen eher in die musikalische Schiene übergeschwappt. Aber diese Kieselsteine, die habe ich mit großem Spaß bemalt und hab sie dann verkauft und hatte glaube ich auch Erfolg.

Johannes: Glaubst Du, dass eine glückliche Kindheit zum Erfolg führt?

Heinz-Jörg: Unbedingt. Sie gibt einem eine gewisse Leichtigkeit und wenn die glückliche Kindheit noch geprägt ist von Freiheit, die einem gelassen wird – oftmals hat man es ja, dass Kinder spielend durch ihr Leben und n dann immer mehr in Formen gepresst werden, aus denen sie im Zweifelsfall gar nicht mehr rauskommen. Ich kann sagen, dass diese Formen sehr, sehr offen gestaltet waren und das mit der familiären Lebensfreude, die wir haben, ist toll. Meine Eltern sind beide da, meine Familie ist gesund, ich habe niemanden verloren, wir feiern Weihnachten in großer Familie, selbst in diesem Jahr: Alle geimpft, getestet, geboostert. Das ist einfach was sehr, sehr Prägendes. Wenn Kindheit in einem solchen Umfeld gestaltet werden kann, inklusive Abenteuer und Neugierde und all diesen Dingen, dann ist das eine tolle Basis für ein glückliches Leben.

Johannes: Wenn Du einem Jungunternehmer einen Tipp geben könntest, welcher wäre das? Einer, der gerade durchstartet und den ganzen Berg noch vor sich hat.

Heinz-Jörg: Also das Wesentliche ist mit Sicherheit, seiner Leidenschaft zu folgen, seinen Stärken, seinen Interessen, seinem Spaß. Denn nur wenn man etwas mit großer Freude macht, kann es letztendlich auch befriedigen und damit auch erfolgreich werden. Dann kommt der nächste Punkt, den ich für wesentlich halte: daraus muss eine klare Positionierung und eine Vision entwickelt werden, die dann runtergebrochen wird in die Zeitabschnitte, in die Maßnahmen und so weiter und so weiter. Aber Vision und Positionierung sind schon der wesentliche Punkt, immer im Rahmen dessen, was einem Freude macht, seinen Weg gehen zu können. Also ich glaube, das „Hier ist ein Markt, bei dem ich viel Geld verdienen kann – ist nicht so mein Thema, aber die Dollarzeichen, die sind das, was mich prägt und treibt“ nicht der richtige Weg ist.

Johannes: Was hältst du von dem Spruch: „Schuster, bleib bei Deinen Leisten?“

Heinz-Jörg: (lacht) Ist ein guter Spruch. Einem Schuhhändler zu sagen: „Schuster, bleib bei deinen Leisten“, das halte ich für völligen Quatsch. Wenn der Leisten das ist – und da sind wir wieder bei diesem Thema – was das Größte ist, was man im Leben überhaupt vorfinden kann und Lust und Spaß hat, es zu entwickeln, dann sollte man bei dem Leisten bleiben. Aber es kann ja durchaus sein, dass sich Perspektiven, dass ich Richtungen, dass sich Dinge einfach verändern, dass die Freude und das Herz in eine andere Richtung schlägt, dann sollte auch der Leisten gewechselt werden – wie die Schuhe, die sollte man auch nicht sein Leben tragen, sondern immer mal wieder ein Paar neue kaufen!

Johannes: Vielen, vielen Dank, es war ein sehr spannendes Interview.

Heinz-Jörg: Danke!

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